Über mich

„Das biologische Alter sagt rein gar nichts über die innere Weisheit und Lebenserfahrung eines Menschen aus. Selbst ein kleines Kind kann eine uralte Seele in sich tragen.“
Lidia Schladt
Bisherige Lebensreise
Geboren am 27. März 1979 in Alma-Ata/ Kasachstan
Studium der Kulturwissenschaft undKulturgeschichte Osteuropas an der UniversitätBremen, Magister Artium und Magister Optimus
Ausbildung zur Logotherapeutin beim Institut für Logotherapie undExistenzanalyse Hamburg-Bergedorf unterder Leitung von Dr. Stephan Peeck
2008 - 2009: Personalreferentin für russisch- undenglischprachige Seeleute in einer Bremer Reederei
Seit Juni 2010 bin ich selbständig mit derSinnzentrierten Persönlichkeitsentwicklung basierend auf den Grundprinzipien derLogotherapie und Existenzanalyse in der Praxis "Sinn und Werte", heute „Lichtblick“
Seit Mai 2011 Heilpraktikerin für Psychotherapie
März und April 2014: Zusatzqualifikation "Trauernde begleiten"im Hospiz Horn e.V.
April 2016: Fortbildung "Lesen und Arbeiten im Bewusstseinsfeld" nach und mit Cornelia Lachnitt
Seit Mai 2016 biete ich die 1,5-jährige Ausbildung zum Integralen Imaginationscoach/ -begleiter an. Die Inhalte sind: die Logotherapie, die integrale Lehre nach Ken Wilber, das Enneagramm, die Spiral Dynamics, die Arbeit mit dem Inneren Kind, empathische und intuitive Gesprächsführung und weitere Themen. Geplant für 2023: Ausbildung zur "Medialen Emotionshebamme."
Intensiv-Ausbildung zu medialen Aufstellungen in der Bretagne, Frankreich bei Lilia Christina Martiny im September 2019 - mit den Schwerpunkten Medialität, Energiearbeit, Intuition und Aufstellungsbegleitungen.
Seit Dezember 2021 Mit-Organisatorin im Netzwerk "Vision Gesundheit" in Bremen mit der Organisation von 2 Gesundheitskongressen im Jahr mit ganzheitlichen Vortragsthemen zur physischen und psychisch-emotionalen Gesundheit.
Seit 2022 Gründerin des Heilkreises Bremen für eine spirituelle Gemeinschaftskultur in Bremen und Umzu.
Seit Mai 2024 bilde ich zur Emotionshebamme und Frauenbegleiterin der Neuen Zeit aus. Seitdem ist die Ausbildung online vorhanden und kann jederzeit absolviert werden.
Seit Juni 2025: Kursleiterin und Trainerin des Kurses „Meditation & Aromatherapie“ in der ULC Fitnesscompany in Bremen-Findorff mit der Embodiment Technik Schütteln & Tanzen zur Regulierung des vegetativen Nervensystems.
Die Beratungsgespräche können auf Deutsch, Englisch oder Russisch geführt werden.
An einem Frühlingstag 1979 in der wunderschönen ehemaligen Hauptstadt Alma-Ata (die Stadt der Äpfel, heute Almaty in Kasachstan) bin ich in der Sowjetunion geboren. Ein Staatengefüge, das es längst nicht mehr gibt und das mich doch so sehr durch sein sozialistisches Werte-System geprägt hat. Ich durfte bis zu meinem 9. Lebensjahr Erfahrungen in einem russischsprachigen Gesellschaftssystem sammeln und fühlte mich als Deutsche ziemlich wohl in der sozialistisch kasachischen Republik. Auch wenn „deutsch sein“ durch den Zweiten Weltkrieg als ein Stigma galt und „Deutsche/r“ sogar ein Schimpfwort war. Doch die sozialistischen Werte der Freundschaft, Solidarität und der gegenseitigen Unterstützung prägten mich von Anfang an tief. Heute weiß ich, warum. Denn diese entsprechen auch meinen inneren Werten, ganz gleich, wie das damalige vorherrschende System es auslegte.
An einem kalten Wintertag im Januar 1988 kamen wir in Deutschland an, weil meine Eltern für uns als „Russland-Deutsche“ ein besseres Leben hier vorgesehen hatten. Wir Kinder wurden jedoch nie gefragt, ob wir das denn auch möchten. Es wurde einfach per se angenommen, dass wir es im kapitalistischen Deutschland gut haben müssten. Wir wurden materiell gut aufgefangen und integriert. Auf der emotional-geistigen Ebene fühlte ich mich jedoch mit Distanz und emotionaler Kälte konfrontiert. Während ich in meiner Herkunftskultur erlebte, dass dort alle Emotionen gezeigt und gelebt wurden, stellte ich fest, dass hier nur bestimmte Gefühle erlaubt waren. Trauer, Traurigkeit, Wut und Ängste durften nicht gezeigt werden. Auch erlebte ich eine starke Verstandeslastigkeit. Alles Mentale schien hier höher angesehen zu werden als Emotionen.
So passten wir uns als Familie an hiesige Gepflogenheiten an und auch ich entwickelte eine Verstandesorientierung. Heute weiß ich, dass es mit meinem definierten Verstand (Ajna) und Krone aus dem Human Design als Projektorin 3/5 im Zusammenhang steht. Ich fütterte meinen Kopf mit allem Wissen, das mir dienen sollte. Denn das war das, was das System von uns verlangte. Ohne zu merken, dass es mich nicht nährte, sondern eher leer zurück ließ. Doch ich funktionierte und daher verfielen wir der Illusion, dass wir uns wirklich hier assimiliert hätten. Ich machte mein Abitur, ich studierte Kulturwissenschaft und Kulturgeschichte Osteuropas und fing an, in einer Führungsposition in der Schifffahrt zu arbeiten. Die perfekte Migrantin, die sich angepasst hat. Die perfekte Tochter, die perfekte Enkelin für meinen Großvater. Wie es mir wirklich ging, habe nicht einmal ich selbst gespürt. Bis ich 2009 durch einen Burnout „aufwachte.“
Heute weiß ich, dass meine Seele, meine Intuition oder eine göttliche Ebene mich immer geführt haben. Ich kündigte ohne Aussicht auf etwas Neues und begann, den Weg zu mir, meinen Gefühlen und meiner inneren Wahrheit zurückzufinden. Kurz darauf machte ich mich selbständig. Erst als Logotherapeutin, dann als Heilpraktikerin für Psychotherapie, dann als Coach und Seminarleiterin. Ich durchschritt viele Hochs und tiefe Täler, die sog. dunkle Nacht der Seele und wurde immer wieder neu geboren. Wie ein Phönix aus der Asche. Mein wahres Wesen kristallisierte sich mit jedem einzelnen Schritt stärker heraus und ich bin jeden Tag weiterhin auf dem Weg zu mir. Ich durfte bereits viele Menschen in meiner Praxis begleiten, weil ich vorher den gleichen Weg gegangen bin. Und weil meine Urwunde "Krankheit" zugleich meine Essenz und Berufung ist.
2018 erfüllte ich mir einen Traum und reiste mit einer Gruppe von Sarah Hütt (https://sarah-steffen.de/lomischule/) nach Hawaii. Es war eine spirituelle Visionsreise, die ich nie vergessen werde. Vor dem Rückflug von Molokai (kleinste Insel) nach Big Island (größte Insel) hatte ich ein Gespräch mit Sarah über meinen Berufungsnamen der Emotionshebamme. Ich war bis dato Jahre lang „schwanger“ mit diesem Begriff, doch nach der Hawaii-Reise und dem ermutigenden Gespräch machte ich mich mit meinem Berufungsnamen sichtbar. Warum Emotionshebamme? Hier schließt sich der Kreis. Denn ich war als Kind sehr nah an meinen Gefühlen dran, war völlig verbunden mit ihnen und wuchs in einer Kultur auf, die diese Verbundenheit unterstütze. In der neuen „Heimat“ verlernte ich die Verbundenheit zu meinen Gefühlen, habe mich zu stark an das Verstandeslastige angepasst und durfte den Weg wieder zurück zu meinem wahren Wesen finden. Dazu gehört auch eine ausgeprägte Empathie, die eng mit meiner Hochsensibilität und -sensitivität verbunden ist. Ich bin eine sog. Empathin.
Ich liebe es, Menschen darin zu unterstützen und sie zu begleiten, ihre Gefühle als Schätze zu heben und anzunehmen. Ganz gleich, was sie über ein Gefühl gelernt haben. Ob es sein durfte oder nicht. Für mich sind alle Gefühle gleichwertig und gleich wichtig. Ich unterscheide nicht in „negative“ und „positive“ Gefühle. Wer möchte sagen, dass Traurigkeit negativ sei und Spaß/ Euphorie nur positiv seien? Wir dürfen Gefühle unterscheiden und die Botschaften unserer Gefühle verstehen lernen. Dafür habe ich auf meinem Weg viele schöne Methoden und Möglichkeiten gefunden, die ich intuitiv einsetze. Dazu gehören unter Anderem das Enneagramm, Bilderreisen, systemische Einheiten, die Beziehung zum inneren Kind, die Aromatherapie, das Lesen im Bewusstseinsfeld, mediale Aufstellungsbegleitung, Aura-Lesen, die "Archetypen der Seele", das Human Design und viele mehr. Der Weg geht immer weiter und Heilung ist für mich eine lebenslange Reise des Wieder-Erinnerns. Ich freue mich darüber, dich ein Stück auf deinem Weg mit meinem intuitiven Werkzeugkoffer und Wissen begleiten zu dürfen.
Inspration für Dich
Der Stein - ein Märchen von Lidia Schladt, Januar 2016
In einem fernen Land in einer unterirdischen Höhle war es dunkel und kühl. Doch es blinzelte von oben her tagsüber die Sonne in die Höhle und erhellte sie.
In der Höhle befanden sich etliche Steine, die alle unterschiedliche Farben hatten. Es gab violette Amethyste, grüne und rote Smaragde, grüne Aventurine, rote Rubine, ja sogar goldene Steine lagen in der Höhle und wurden ab und an von den Lichtstrahlen der Sonne erfasst, so dass sie in ihren schönsten Farben um die Wette funkeln konnten.
Und mitten unter ihnen lag auch ein grauer Stein, der ganz anders aussah als die anderen. Zwar hatte er auch ein paar silberne Stellen, die von der Sonne angeleuchtet wurden und dann das Licht absorbierten, doch bei weitem nicht so prächtig, wie die anderen Steine. Das betrübte den grauen Stein und er wünschte sich, ein ebenso prächtiger Rubin oder Smaragd zu sein. Ja, er schämte sich sogar, zwischen all den prachtvollen Edelsteinen zu liegen und fragte sich, welche Bestimmung er hat. Die anderen Steine warfen ihm manchmal verächtliche Blicke zu und ließen ihn still wissen, dass er „anders“ war und sogar farblos. Das machte den grauen Stein sehr traurig und so lag er etwas abseits von den anderen. Dort weinte er häufig, weil er sich mit den anderen verglich. Sie alle schienen ihre Bestimmung und ihren Wert zu kennen. Nur er fühlte sich verloren und ganz und gar nicht wertvoll.
So gingen die Jahre ins Land und der graue Stein hatte die Hoffnung verloren, jemals seine Bestimmung zu erfahren.
Doch eines Tages tauchte ein Bergarbeiter in der Höhle auf und auf einmal strömte ganz viel Licht in die dunkle Höhle, so dass die farbigen Edelsteine in ihren schönsten Farbnuancen funkelten und ihrer Bestimmung entgegen sahen. Endlich würden sie ihre Farben der ganzen Welt zeigen können und freuten sich, ohne auf den grauen Stein zu achten, der weiterhin traurig abseits da lag.
Der Bergarbeiter staunte über die Fülle an Farben und Formen der vielen Steine in der Höhle: „Was für wunderschöne Edelsteine hier liegen. Einer schöner als der andere.“ Dann schaute er zum grauen Stein rüber und seine Augen weiteten sich vor Freude: „Doch am Schönsten bist du!“ Er sah den grauen Stein liebevoll an und dieser konnte es nicht glauben. „Meint er wirklich mich? Hier sind so viele wunderschöne Edelsteine um mich und du meinst MICH?“ Der Bergarbeiter nahm den grauen Stein zärtlich an sich und freute sich über ihn, wie über den wertvollsten Schatz der Welt. Dann verabschiedete er sich von den anderen Edelsteinen in der Höhle, die es nicht verstehen konnten. Wie konnte er sie zurück lassen und stattdessen diesen häßlichen grauen Stein mitnehmen? Der Bergarbeiter schien sie gehört zu haben und sagte ihnen, dass andere Menschen kommen werden und sie ihre Schönheit sehen werden. Dann ging er mit dem grauen Stein davon.
Der graue Stein verstand die Welt nicht mehr, freute sich aber über das Getragen-Werden und Gehalten-Sein in der großen, kräftigen Hand des Bergarbeiters. In seinem Haus gab es eine Werkstatt, in die der Bergarbeiter den grauen Stein brachte und ihn voller Bewunderung anschaute. Der Stein fragte sich immer noch, ob er wirklich ihn meinte. Doch gerne erwiderte er das Lächeln des Bergarbeiters und gab sich hin, während der junge Mann begann, den grauen Stein zärtlich, feinfühlig und achtsam zu schleifen. Er wußte offenbar viel von seinem Handwerk und der graue Stein war so entspannt von der Melodie des liebevollen Schleifens, dass er dabei einschlief.
Als der graue Stein am nächsten Morgen aufwachte und das Licht der Sonne in die Werkstatt reinschien, fühlte er sich wie neu geboren. Als ob er jahrelang geschlafen hätte und nun erwacht sei. Er sah an sich herunter und war völlig überwältigt: Er war nicht mehr grau, sondern kristallklar, hell und funkelte in allen Farben des Regenbogens im Licht der Sonne. Das berührte den Stein so sehr, dass er anfing zu weinen. Diesmal aus reiner Freude heraus und weinte sich all die Traurigkeit der vergangenen Jahre von der Seele.
Auf einmal kannte der Stein seine Bestimmung, an deren Erfüllung er nicht mehr geglaubt hat. Der Bergarbeiter kam in die lichtdurchflutete Werkstatt und lachte vor Freude über den Anblick des nun nicht mehr grauen Steines. Zum ersten Mal hörte der Stein seinen wahren Namen aus seinem Munde: „Du wunderschöner Diamant!“


